Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird inzwischen von vielfältigen Akteuren genutzt und zwar mit sehr unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung. Auch innerhalb des Think Tank 30 gibt es keine einheitliche Linie zu allen komplexen und vielschichtigen Themenfelder der Nachhaltigkeit. Doch eines eint alle Mitglieder des TT30 und auch alle Interpretationen des Begriffes „Nachhaltigkeit“: Der Wunsch, auch nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen. Wir alle haben den Anspruch, die zukünftige Gesellschaft so wenig wie möglich durch unser heutiges Handeln zu belasten. Daher hat sich der Think Tank zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zu leisten, das Thema Nachhaltigkeit im Alltag bewusster zu machen. Zu unterschiedlichen Themenbereichen wie z.B. Ernährung, Mobilität, Freizeit etc. haben wir Kriterien für nachhaltiges Handeln im Alltag zusammengestellt, die wir nun selbst erproben wollen. Einige dieser Empfehlungen wurden bereits in dem Buch der TT30-Mitglieder Christian Berg und Manuel Hartung:„Welt retten für Einsteiger“ veröffentlicht. Der Großteil der Kriterien jedoch entstammt der langjährigen Recherche und Erfahrung der TT30 Mitglieder.
Im Rahmen einer „Nachhaltigkeitswoche“ wollen die Mitglieder des TT30 versuchen, möglichst viele dieser Empfehlungen für nachhaltiges Handeln umzusetzen, und zwar egal wo sie sich zu diesem Zeitpunkt in dieser globalisierten Welt befinden.
Weitere Infos + Tageszusammenfassungen
Nachhaltigkeitskriterien
Einmal im Jahr nimmt der Think Tank neue Mitglieder auf. Bei Interesse an einem solchen Engagement wird um Zusendung der Bewerbungsunterlagen bis zum 31.01.2010 gebeten.
Weitere Informationen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren finden sich hier.
Ob ein Land sich potenziell nachhaltig entwickelt, misst der Indikator der erweiterten Sparquote. Diese berücksichtigt, anders als die traditionelle volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, neben physischem auch
natürliches und intangibles Kapital. Entscheidend ist demnach nicht allein die Wertschöpfung, sondern auch der zugrundeliegende Ressourcenverbrauch. Ist die hieraus ermittelte Kennzahl dauerhaft negativ, wird sich das aktuelle Konsumniveau nicht aufrechterhalten lassen. Nicht zuletzt auch mit Blick auf die Entwicklung in anderen Ländern zeigt sich, dass die erweiterte Sparquote ein geeignetes Mittel wäre, den langfristigen Misserfolg eines auf hohem Energieabbau basierenden Wirtschaftskurses vorauszusehen.
Weitere Informationen zum Gastartikel von Jana Stöver auf der Website von 360° - Das studentische Journal für Politik und Gesellschaft
Gut gemeintes Handeln zieht nicht zwangsläufig gute Handlungsfolgen nach sich. Ziele werden gesetzt, Aktivitäten geplant und durchgeführt, doch die Wirksamkeit von Handlungen hängt von vielen Faktoren ab. Vielfach können sie zu unerwarteten oder gar gegenteiligen Effekten führen, sodass zwischen dem Beabsichtigten und dem Erzielten Welten liegen. Das fünfjährige Jubiläum des tt30 Deutschland haben wir zum Anlass genommen, um im Jugendgästehaus am Münsteraner Aasee diesen Fragen nach der Wirksamkeit nach zu gehen. Im Vordergrund stand dabei vor allem, wie sich die Wirkungen von gesellschaftlichen Initiativen besser messen und darüber auch optimieren lassen. Als Referentin und Impulsgeberin war Prof. Dr. Eva Terberger, Leiterin der Evaluierungsabteilung der KfW Entwicklungsbank, zu Gast.
Die IMAGINE fand in diesem Herbst am Hoherodskopf im hessischen Vogelsberg statt. Zum sechsten Mal kooperierte der Think Tank 30 mit AIESEC und unterstützte bei der Suche nach Teilnehmern, Referenten und bei der inhaltlichen Gestaltung. Mit dabei waren die TT30-Mitglieder Catriona McLaughlin und Astrid Schrader.
Mehr Informationen: http://www.tt30.de/imagine
Am Sonntag den 26.4. ist das diesjährige Frühjahrstreffen in der evangelischen Akademie Tutzing ausgeklungen. 
Vor der faszinierenden Kulisse des Starnberger Sees und der Alpen gab es anregende Diskussionen und viele neue Ideen. Unter dem Titel „Finanzmärkte und Nachhaltigkeit – Chance oder Widerspruch“ haben wir an den drei Tagen des Treffens zu unterschiedlichen Themen diskutiert und gearbeitet.
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Wie jedes Jahr im Frühjahr hat der Think Tank 30 auch dieses Jahr wieder Zuwachs bekommen. Aus einer großen Anzahl hochkarätiger Bewerber haben wir neun neue und engagierte Mitglieder mit ganz unterschiedlichen fachlichen und beruflichen Hintergründen ausgewählt. Die neuen Mitglieder sind:
• Christian Böhm, Student der Biochemie
• Veit Etzold, Berater bei der Boston Consulting Group
• Sina Frank, Referentin in der Berliner Senatskanzlei
• Nils Krause, Anwalt bei der Kanzlei White&Case
• Carsten Rübsaamen, Unternehmensberater Innovationsmanagement
• Hanna Sammüller, Doktorandin im Umweltstrafrecht, Kommunalpolitikerin
• Astrid Schrader, Studentin und UN-Jugenddelegierte
• Jana Stöver, Ökonomin am HWWI
• Lena Strehlow, Politikwissenschaftlerin und Journalistin
Wir sind überzeugt, dass die neuen Mitglieder den Think Tank sehr bereichern und die in diesem bereits bestehenden Kompetenzen hervorragend ergänzen werden.
Der Think Tank 30 Deutschland lädt sich auf Tagungen stets Gäste aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft oder Umwelt als Referenten ein. Mit ihren Vorträgen zu den jeweiligen Tagungsthemen gaben sie auch im Jahr 2008 wieder wesentliche Impulse für die Aktivitäten des Think Tank.
Im Oktober 2008 waren zu Gast: der Wirtschaftsmanager und Werbeexperte Thomas Heilmann (ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Scholz & Friends Group) sowie der Medienwissenschaftler Jo Groebel (Deutsches Digital Institut). Beide widmeten sich im Rahmen ihrer Vorträge dem Thema “Marktplatz Internet” und diskutierten hier, welche gesellschaftlichen und ökonomischen Chancen und Gefahren mit dem Internet verbunden sind. Im Mai (Bad Boll) war Johannes Küsters von “Brot für die Welt” beim Think Tank 30 Deutschland zu Gast. Die Tagung widmete sich dem Thema “Zukunftsfähiges Deutschland”.
Ein zentrales Ziel des Think Tank 30 Deutschland ist es, öffentliche Diskussionen über aktuelle Herausforderungen unserer Zeit anzuregen, die Früchte tragen. Ein Ziel des Relaunches, dies noch schneller und unmittelbarer - mit Hilfe des Internets - zu bewerkstelligen. Unseren Grundsätzen bleiben wir dennoch treu, auch mit neuer Spalten- und Kommentarstruktur.
Fabian Brandt hat am 10. 12. 2008 im Umweltzentrum Tübingen einen Vortrag gehalten zum Thema: Der Peak als blinder Fleck: Die Verdrängung von Wachstumsgrenzen in der öffentlichen Diskussion. Die Entwicklung der weltweiten Öl- und Gasförderung ist ein viel diskutiertes Thema, vor allem im Kontext des dramatischen Ölpreisanstiegs 2005-2008. Eine Tatsache sticht dabei ins Auge: Für Preisschübe werden meist Ursachen identifiziert, die auf einer Zeitskala von Tagen oder Wochen liegen: Unruhen in Nigeria, die nahende Hurricane-Saison in den USA, politische Spannungen in Nahost. Die Diskussion der tiefer liegenden, grundsätzlichen Verknappungsproblematik findet im deutschsprachigen Raum, anders als zum Teil im angelsächsischen, kaum statt. Somit wird Peak Oil zum Platzhalter für den generellen, negierenden Umgang mit Wachstumsgrenzen im öffentlichen Bewusstsein. Fabian Brandt analysierte das Phänomen in seinem Vortrag, zeigte Beispiele auf und lenkte den Blick auf Grundströmungen , die hinter der tagesaktuellen Zeitungsmeldung stehen.
Zur Tagungswebseite: http://www.umweltzentrum-tuebingen.de/Infobrief/inf12_08.html
Zum Ankündigungsflyer: http://www.tt30.de/programm_peak_oil.pdf