Ob ein Land sich potenziell nachhaltig entwickelt, misst der Indikator der erweiterten Sparquote. Diese berücksichtigt, anders als die traditionelle volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, neben physischem auch
natürliches und intangibles Kapital. Entscheidend ist demnach nicht allein die Wertschöpfung, sondern auch der zugrundeliegende Ressourcenverbrauch. Ist die hieraus ermittelte Kennzahl dauerhaft negativ, wird sich das aktuelle Konsumniveau nicht aufrechterhalten lassen. Nicht zuletzt auch mit Blick auf die Entwicklung in anderen Ländern zeigt sich, dass die erweiterte Sparquote ein geeignetes Mittel wäre, den langfristigen Misserfolg eines auf hohem Energieabbau basierenden Wirtschaftskurses vorauszusehen.
Weitere Informationen zum Gastartikel von Jana Stöver auf der Website von 360° - Das studentische Journal für Politik und Gesellschaft
Gut gemeintes Handeln zieht nicht zwangsläufig gute Handlungsfolgen nach sich. Ziele werden gesetzt, Aktivitäten geplant und durchgeführt, doch die Wirksamkeit von Handlungen hängt von vielen Faktoren ab. Vielfach können sie zu unerwarteten oder gar gegenteiligen Effekten führen, sodass zwischen dem Beabsichtigten und dem Erzielten Welten liegen. Das fünfjährige Jubiläum des tt30 Deutschland haben wir zum Anlass genommen, um im Jugendgästehaus am Münsteraner Aasee diesen Fragen nach der Wirksamkeit nach zu gehen. Im Vordergrund stand dabei vor allem, wie sich die Wirkungen von gesellschaftlichen Initiativen besser messen und darüber auch optimieren lassen. Als Referentin und Impulsgeberin war Prof. Dr. Eva Terberger, Leiterin der Evaluierungsabteilung der KfW Entwicklungsbank, zu Gast.
Die IMAGINE fand in diesem Herbst am Hoherodskopf im hessischen Vogelsberg statt. Zum sechsten Mal kooperierte der Think Tank 30 mit AIESEC und unterstützte bei der Suche nach Teilnehmern, Referenten und bei der inhaltlichen Gestaltung. Mit dabei waren die TT30-Mitglieder Catriona McLaughlin und Astrid Schrader.
Mehr Informationen: http://www.tt30.de/imagine