Welt retten für Einsteiger.
30 Gründe für ein gutes Gewissen.

Das erste Buch aus dem Think Tank ist da - von Christian Berg und Manuel J. Hartung.

Einträge aus August 2010

31.08.2010: Recrear – Conference on Ethics in Business, Berlin

Inspire, connect, create – 21 days, 21 bright minds in Berlin, August 12th, 2010.

Einundzwanzig Recrear Fellows, internationale Absolventen und Young Professionals, trafen sich im August zu der dreiwöchigen Summerschool RecrearBeta in Berlin, um den Launch der Plattform Re-crear.org vorzubereiten. Dies ist eine internationale Engagement-Plattform, die junge Menschen bei der Gründung sog. Public Benefit Projects unterstützen soll.

Mit Unterstützung von Partnern wie der BMW Stiftung Herbert Quandt sowie auch auf eigene Kosten versammelten sich die Teilnehmer um den Initiator Christian Waloszek und diskutierten und arbeiteten intensiv mit eingeladenen Experten vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Im Speziellen wurden Themen wie Intercultural Communications, NGO Development und Thought Leadership behandelt.

Vom Think Tank 30 nahm Vincent Paul Menken teil und diskutierte im Rahmen einer After-Work-Session zum Thema “Ethics in Business” mit Dr. Valerie Weinzierl, Humboldt Viadrina School of Governance und den CR-Experten Thomas Loew und Claudia Knobloch über neue Wege für Social Innovation, Corporate Responsibility und die Rolle von Public Leadership. Neben Top-Down-Massnahmen für mehr Innovation und Veränderung wächst die Bedeutung von Transparenzinitiativen und von Consumer Choice insgesamt immer stärker, weshalb Initiativen wie Recrear auch Unterstützungsangebote für Public Benefit Projekte im Bereich Consumer Information entwickeln könnte, so das Ergebnis des Abends.

16.08.2010: Arbeitsgruppe “Sieben Tugenden” im TT30

Die Projektgruppe “Seven Virtues of Young Leadership Talent – Antike Werte für eine moderne Zukunft?” arbeitet derzeit an der journalistischen Aufarbeitung von Umfrageergebnissen zum Thema Wandel sozialer Werte. In dem Text diskutieren wir die Bedeutung traditioneller Werte für die Gegenwart und Zukunft. Dabei nehmen wir Bezug auf die klassischen 7 Tugenden und 7 Todsünden und verknüpfen diese mit den Anforderungen an eine zukunftsgewandte und nachhaltige Gesellschaft. Wir argumentieren, das eine Rückbesinnung auf diese “antiken” Werte insbesondere für die sozial- und wirtschaftspolitisch einflussreiche Führungselite einen wichtigen Orientierungsanker bieten kann in der gerade durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgerufene Wertedebatte.

Die Hauptthesen

Gerade die Tugend der Mäßigung ist in letzter Zeit oft zu kurz gekommen. Dies hat nicht nur temporäre, sondern auch strukturelle Ursachen im heute vorherrschenden Wirtschaftssystem des allgegenwärtigen Strebens nach Wachstum und Maximierung. Hierbei tritt die Effizienz einer Sache häufig vor deren Effektivität. Die Sünden der Habgier und des Geizes werden durch diese gesellschaftlichen Strukturen unterstützt.

Unsere Methodik

Gestützt auf eine qualitative Umfrage unter gegenwärtigen und künftigen deutschen Führungskräften um die 30 werden unsere Thesen schlaglichtartig illustriert. Auf diese Weise soll das gegenwärtige Stimmungsbild junger Führungkräfte in Deutschland wiedergespiegelt sowie deren aus der Finanzkrise resultierendes, wertebezogenes Umdenken dargestellt werden.

02.08.2010: Neue Arbeitsgruppe “Beyond GDP” beim TT30

„Was ist Wohlstand?“ und „Wie misst man ihn?“ Solche Fragen sind gerade in diesen Zeiten der Krise aktueller denn je. Herkömmlich spiegelt sich im Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) wider, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Und über Jahrzehnte hinweg war das BIP das Maß aller Dinge und diente als Wohlstandindikator, der ausdrückt, wie fortschrittlich und wie reich im Sinne von materiell wohlhabend eine Volkswirtschaft ist.

Doch ist eine solche Definition in Zeiten der Krise und der globalen Verwerfungen noch zeitgemäß? Bereits Robert Kennedy, der 1968 für das Präsidialamt in den USA kandidierte, äußerte Zweifel an herkömmlichen Stellgrößen. “Gross domestic product does not allow for the health of our children, the quality of their education, or the joy of their play.” (nach Mankiw). Weitere Defizite des herkömmlichen BIP äußerte der Club of Rome mit seiner 1972 erschienen Publikation „Die Grenzen des Wachstums“.

Die Arbeitsgruppe Beyond GDP des tt30 analysiert derzeit, welche Probleme die herkömmliche Wohlstandsmessung à la BIP aufwirft und welche alternativen, umfassenden Möglichkeiten derzeit in der Diskussion sind.