Die Projektgruppe “Seven Virtues of Young Leadership Talent – Antike Werte für eine moderne Zukunft?” arbeitet derzeit an der journalistischen Aufarbeitung von Umfrageergebnissen zum Thema Wandel sozialer Werte. In dem Text diskutieren wir die Bedeutung traditioneller Werte für die Gegenwart und Zukunft. Dabei nehmen wir Bezug auf die klassischen 7 Tugenden und 7 Todsünden und verknüpfen diese mit den Anforderungen an eine zukunftsgewandte und nachhaltige Gesellschaft. Wir argumentieren, das eine Rückbesinnung auf diese “antiken” Werte insbesondere für die sozial- und wirtschaftspolitisch einflussreiche Führungselite einen wichtigen Orientierungsanker bieten kann in der gerade durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgerufene Wertedebatte.
Die Hauptthesen
Gerade die Tugend der Mäßigung ist in letzter Zeit oft zu kurz gekommen. Dies hat nicht nur temporäre, sondern auch strukturelle Ursachen im heute vorherrschenden Wirtschaftssystem des allgegenwärtigen Strebens nach Wachstum und Maximierung. Hierbei tritt die Effizienz einer Sache häufig vor deren Effektivität. Die Sünden der Habgier und des Geizes werden durch diese gesellschaftlichen Strukturen unterstützt.
Unsere Methodik
Gestützt auf eine qualitative Umfrage unter gegenwärtigen und künftigen deutschen Führungskräften um die 30 werden unsere Thesen schlaglichtartig illustriert. Auf diese Weise soll das gegenwärtige Stimmungsbild junger Führungkräfte in Deutschland wiedergespiegelt sowie deren aus der Finanzkrise resultierendes, wertebezogenes Umdenken dargestellt werden.
