Willkommen bei TT30

Der Think Tank 30 Deutschland ist ein unabhängiges, überparteiliches und eigenständiges Netzwerk junger Menschen in den Zwanzigern und Dreißigern unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft Club of Rome.

Wir sind den Grundsätzen des Club of Rome und damit einem umfassenden, globalen und langfristigen Lösungsansatz für die Herausforderungen unserer Zeit verpflichtet.

Mehr >>

Welt retten für Einsteiger.
30 Gründe für ein gutes Gewissen.

Das erste Buch aus dem Think Tank ist da - von Christian Berg und Manuel J. Hartung.

Aktuelles bei TT30

22.12.2010: Wie ist nachhaltige Demokratie möglich? – Herbsttagung des Think Tank 30 Deutschland, 5.-7. November 2010

“Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen – mit Ausnahme all der anderen Regierungsformen, die immer wieder ausprobiert werden.” Dieses Zitat Winston Churchills scheint die öffentliche Wahrnehmung auf den Punkt zu bringen: Obwohl Demokratie oft kritisiert wird, obwohl wir in einem Zeitalter zunehmender Demokratieverdrossenheit leben, wird die Demokratie als Staatsform als alternativlos angesehen. Gleichzeitig jedoch beobachten wir eine zunehmende Entdemokratisierung politischer Prozesse:
Entscheidungskompetenzen werden auf europäische oder gar internationale Ebene verlagert und Stabilitätspakte und umweltrechtliche Verträge, wie etwa die Klimarahmenkonvention oder das Kyoto-Protokoll, sollen die Hände von Parlamenten und Regierungen binden, um langfristige Ziele zu erreichen.

Auf unserer Herbsttagung in Bad Boll haben wir diskutiert, wie Demokratie und nachhaltige Politik vereinbar sind. Einen anregenden Impuls lieferte Felix Ekhardt, Professor an der Universität Rostock. In seinem Vortrag zeigte er auf, dass die Rahmenbedingungen für nachhaltige Politik denkbar schlecht seien. Den Menschen liege die Gegenwart näher als die Zukunft, weswegen sie Vorteile, die sie heute erlangen könnten, weit höher schätzten als die Nachteile, die sie morgen erleiden. Daher sei es psychologisch verständlich, warum nachhaltige Politik es immer schwer habe. Dennoch sehe er keine Alternative zum demokratischen System. Wir müssten vielmehr durch Aufklärung versuchen, unser Denken in der Gesellschaft zu ändern und darüber auf die Politik einzuwirken.

10.12.2010: Projektgruppe “Beyond GDP” präsentiert Arbeitsergebnisse

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Und auch nicht nur vom Geld. Gesundheit, saubere Umwelt, gesellschaftliches Engagement, Zufriedenheit und Frieden tragen maßgeblich zum Wohlbefinden einer Gesellschaft bei. Genau diese und auch viele andere Faktoren lässt aber das herkömmliche Bruttoinlandsprodukt außen vor. Im Gegenteil: Es erfasst Vieles, was dem Menschen eher schadet als nutzt.

Sollen wir also trotzdem das BIP weiterverwenden? Oder gibt es alternative Ansätze zur Wohlfahrtsmessung?

Mehr

02.11.2010: Nachhaltige Wertschöpfungskette zwischen Deutschland und Kenia

tt30-Mitglied Matti Spiecker war im September in Kenia, um mit lokalen Partnern den Grundstein für eine nachhaltige Wertschöpfungskette für Bio-Macadamia- Nüsse zu legen.
Das erbaute „Training und Processing Center“ versorgt die lokalen Bauern mit Informationen und geeigneter Ausrüstung zum Macadamia-Anbau und dem ökologischen Landbau im Allgemeinen. Außerdem ermöglicht es den Bauern ab kommendem Frühjahr, die Nüsse selbst zu verarbeiten und zu verpacken. Aus Kenia gelangen die Nüsse direkt an deutsche Schulen zu den zweiten Hauptprofiteuren der Wertschöpfungskette: Deutsche Schüler erwirtschaften mit dem Verkauf der Nüsse die Co-Finanzierung von Lernaufenthalten im Rahmen der Stiftung Welt:Klasse. Von den Aufenthalten aus Kenia, China, Thailand oder Indien berichten die Schüler per Videokonferenz ihren Heimatklassen. Neben den kenianischen Bauern und den deutschen Schülern profitiert auch der Endkunde, denn nirgendwo sonst in Deutschland erhält er die gesunden Bio-Macadamia-Nüsse so günstig. Preisbildung und Buchhaltung erfolgen durch ein eigens entwickeltes „Open Accounting System“, das ab Verkaufsstart vollständig per Internet einsehbar sein wird.

02.11.2010: Rückblick: Internationale Konferenz IMAGINE 2010, Vom Lebenslauf zum Lebensweg

30 Young Leaders, 48 Stunden in einer alten Ritterburg bei Leipzig, und ein bunter Strauss voller aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen im Gepäck – dies war die Bühne der IMAGINE 2010 – Konferenz, zu der die internationale Studentenorganisation AIESEC gemeinsam mit ihrem Content Partner Think Tank 30 geladen hatte.

Im Fokus der Debatten und Workshops stand die Frage nach Möglichkeiten persönlichen gesellschaftlichen Engagements für Absolventen und Young Professionals durch neue Formen von Social Entrepreneurship. Beispielhaft wurden die sog. Social Intrapreneurs angeführt. Deren Zielsetzung besteht darin, im Rahmen der Tätigkeit am eigenen Arbeitsplatz mittels weiterentwickelter Produkte und Dienstleistungen konkrete soziale Probleme zu lösen und damit eine eigene Firmengründung verzichtbar zu machen.

Verschiedene Redner gaben hierzu Einblicke in ihren Berufsalltag und Bereiche ihres hiermit verknüpften Engagements. Gemeinsam mit den Teilnehmern entwickelten sie neue Konzepte zur Verbindung von beruflichen Zielen mit gemeinnützigem Engagement. Hierzu zählten u.a. der Ashoka-Fellow Norbert Kunz, Michael Okrob von Teachfirst Deutschland, sowie Astrid Schrader und Vincent Paul Menken vom Think Tank 30. Astrid Schrader berichtete in ihrem Workshop über ihre Erfahrungen als Jugenddelegierte bei den Vereinten Nationen, als Trainerin bei europäischen Jugendorganisationen und über die Entwicklungen in der internationalen Jugendpolitik. Vincent Paul Menken entwickelte mit den Teilnehmern eine konkrete soziale Wertschöpfungskette mithilfe der Value Innovation-Methodik.

25.10.2010: Vortrag von tt30 Mitglied Matti Spiecker

Zu Ehren des 75. Geburtstags des langjährigen Generalsekretärs des internationalen Club of Rome, Uwe Möller, veranstaltete die Deutsche Gesellschaft Club of Rome am 18. Oktober 2010 im Haus Rissen in Hamburg ein Kolloquium mit dem Thema „Was macht der Club of Rome in Deutschland?“.

Im Rahmen eines abwechslungsreichen Programms bot sich auch dem tt30 Deutschland die Gelegenheit, seine Aktivitäten zu präsentieren. tt30-Mitglied Matti Spiecker stellte zudem die von ihm gegründete Stiftung Welt:Klasse vor, die im Themenfeld „Global Citizenship Education“ eine ähnliche Zielsetzung aufweist, wie das ebenfalls präsentierte „Club of Rome Schulen“-Projekt. Die gelungene Veranstaltung bot den Mitgliedern und Freunden der Deutschen Gesellschaft Club of Rome zudem gute Gelegenheiten, sich untereinander auszutauschen.

31.08.2010: Recrear – Conference on Ethics in Business, Berlin

Inspire, connect, create – 21 days, 21 bright minds in Berlin, August 12th, 2010.

Einundzwanzig Recrear Fellows, internationale Absolventen und Young Professionals, trafen sich im August zu der dreiwöchigen Summerschool RecrearBeta in Berlin, um den Launch der Plattform Re-crear.org vorzubereiten. Dies ist eine internationale Engagement-Plattform, die junge Menschen bei der Gründung sog. Public Benefit Projects unterstützen soll.

Mit Unterstützung von Partnern wie der BMW Stiftung Herbert Quandt sowie auch auf eigene Kosten versammelten sich die Teilnehmer um den Initiator Christian Waloszek und diskutierten und arbeiteten intensiv mit eingeladenen Experten vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Im Speziellen wurden Themen wie Intercultural Communications, NGO Development und Thought Leadership behandelt.

Vom Think Tank 30 nahm Vincent Paul Menken teil und diskutierte im Rahmen einer After-Work-Session zum Thema “Ethics in Business” mit Dr. Valerie Weinzierl, Humboldt Viadrina School of Governance und den CR-Experten Thomas Loew und Claudia Knobloch über neue Wege für Social Innovation, Corporate Responsibility und die Rolle von Public Leadership. Neben Top-Down-Massnahmen für mehr Innovation und Veränderung wächst die Bedeutung von Transparenzinitiativen und von Consumer Choice insgesamt immer stärker, weshalb Initiativen wie Recrear auch Unterstützungsangebote für Public Benefit Projekte im Bereich Consumer Information entwickeln könnte, so das Ergebnis des Abends.

16.08.2010: Arbeitsgruppe “Sieben Tugenden” im TT30

Die Projektgruppe “Seven Virtues of Young Leadership Talent – Antike Werte für eine moderne Zukunft?” arbeitet derzeit an der journalistischen Aufarbeitung von Umfrageergebnissen zum Thema Wandel sozialer Werte. In dem Text diskutieren wir die Bedeutung traditioneller Werte für die Gegenwart und Zukunft. Dabei nehmen wir Bezug auf die klassischen 7 Tugenden und 7 Todsünden und verknüpfen diese mit den Anforderungen an eine zukunftsgewandte und nachhaltige Gesellschaft. Wir argumentieren, das eine Rückbesinnung auf diese “antiken” Werte insbesondere für die sozial- und wirtschaftspolitisch einflussreiche Führungselite einen wichtigen Orientierungsanker bieten kann in der gerade durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgerufene Wertedebatte.

Die Hauptthesen

Gerade die Tugend der Mäßigung ist in letzter Zeit oft zu kurz gekommen. Dies hat nicht nur temporäre, sondern auch strukturelle Ursachen im heute vorherrschenden Wirtschaftssystem des allgegenwärtigen Strebens nach Wachstum und Maximierung. Hierbei tritt die Effizienz einer Sache häufig vor deren Effektivität. Die Sünden der Habgier und des Geizes werden durch diese gesellschaftlichen Strukturen unterstützt.

Unsere Methodik

Gestützt auf eine qualitative Umfrage unter gegenwärtigen und künftigen deutschen Führungskräften um die 30 werden unsere Thesen schlaglichtartig illustriert. Auf diese Weise soll das gegenwärtige Stimmungsbild junger Führungkräfte in Deutschland wiedergespiegelt sowie deren aus der Finanzkrise resultierendes, wertebezogenes Umdenken dargestellt werden.

02.08.2010: Neue Arbeitsgruppe “Beyond GDP” beim TT30

„Was ist Wohlstand?“ und „Wie misst man ihn?“ Solche Fragen sind gerade in diesen Zeiten der Krise aktueller denn je. Herkömmlich spiegelt sich im Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) wider, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Und über Jahrzehnte hinweg war das BIP das Maß aller Dinge und diente als Wohlstandindikator, der ausdrückt, wie fortschrittlich und wie reich im Sinne von materiell wohlhabend eine Volkswirtschaft ist.

Doch ist eine solche Definition in Zeiten der Krise und der globalen Verwerfungen noch zeitgemäß? Bereits Robert Kennedy, der 1968 für das Präsidialamt in den USA kandidierte, äußerte Zweifel an herkömmlichen Stellgrößen. “Gross domestic product does not allow for the health of our children, the quality of their education, or the joy of their play.” (nach Mankiw). Weitere Defizite des herkömmlichen BIP äußerte der Club of Rome mit seiner 1972 erschienen Publikation „Die Grenzen des Wachstums“.

Die Arbeitsgruppe Beyond GDP des tt30 analysiert derzeit, welche Probleme die herkömmliche Wohlstandsmessung à la BIP aufwirft und welche alternativen, umfassenden Möglichkeiten derzeit in der Diskussion sind.

09.05.2010: „Beyond GDP“: Frühjahrstagung des tt30 vom 23.-25. April 2010 in Berlin

 ”Im vergangenen Jahr ist die deutsche Wirtschaft um knapp 5% geschrumpft. Geht es uns deshalb auch 5% schlechter?”

Mit dieser Frage und anderen im Themenbereich “Beyond GDP” beschäftigten wir uns auf unserer diesjährigen Frühjahrestagung in der evangelischen Bildungsstätte auf der Berliner Insel Schwanenwerder. Mit zwei von uns eingeladenen Referenten diskutierten wir über die Eignung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) als Wohlfahrtsindikator und über alternative Indikatoren.

Unser erster Referent, Roland Zieschank von der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin, sieht das BIP als nicht geeignet, um gesellschaftliche Wohlfahrt abzubilden, da verschiedene Komponenten der Wohlfahrt nicht oder inadäquat berücksichtigt würden. Stattdessen plädiert er für die Ergänzung des BIP durch einen alternativen Indikator zur Wohlfahrtsmessung, dem von ihm und dem Heidelberger Professor Hans Diefenbacher entwickelten Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI). Dieser benutzt als Basiswert nicht das BIP, sondern den privaten Verbrauch, und justiert diesen durch die Einbeziehung vernachlässigter Wohlfahrtsleistungen, nichtberücksichtigter Umweltschäden und Einkommensverteilung.

Der zweite Referent, Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel des Fachbereiches Betriebswirtschaft der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg äußerte eine Grundsatzkritik am Menschenbild des Homo Oeconomicus. Seiner Meinung nach wurden wichtige Annahmen (Rationalität, Egoismus, Zeitkonsistenz) dieses Menschenbildes wiederholt wiederlegt. Das BIP, das auf der Grundlage dieses Menschenbildes konzipiert wurde, kann somit aus seiner Sicht nicht als Wohlstandsindikator dienen. Vielmehr sollten für Wohlfahrtsmessung alternative Indikatoren hinzugezogen werden, die Einkommensverteilung, subjektives und objektives Glück sowie Nachhaltigkeit messen.

Beide Referenten lieferten mit ihren Vorträgen und den anschließenden Diskussionen viele neue Anregungen und Impulse für den tt30 und konnten die Projektarbeit zum Thema “Beyond GDP” damit stark bereichern. Über Ergebnisse werden wir demnächst auf dieser Webseite informieren.

22.04.2010: Neue Mitglieder im Think Tank 30

Auch in diesem Jahr gibt es wieder neue Mitglieder im Think Tank 30. Unter den vielen interessanten Bewerbern haben wir elf neue und engagierte Mitglieder ausgesucht, die für den Think Tank 30 aufgrund ihrer beruflichen Hintergründe und Interessen eine große Bereicherung sind. Herzlich Willkommen:

•    Danyal Bayaz, Journalist und Freier Autor
•    Nina-Alexandra Cieslak, Doktorandin der Wirtschaftsethik und Consultant
•    Hauke Diederich, Student der Geographie und Consultant
•    Zoltan Elek, Ingenieur und Geschäftsführer der Landwärme-GmbH
•    Ali Aslan Gümüsay, Postgraduate Student und Journalist
•    Vincent Paul Menken, Jurist, Bertelsmann Stiftung
•    Roland Olbrich, Doktorand der VWL
•    Linda von Renssen, Politikwissenschaftlerin und Wissenschatliche Mitarbeiterin im Bundestag
•    Björn Richter, Politikwissenschaftler, GTZ
•    Christopher Wickert, Doktorand in Wirtschaftsethik und CSR
•    Andreas Wunn, Chef vom Dienst, ZDF

Wir möchten allen übrigen Bewerbern recht herzlich für das große Interesse am Think Tank 30 danken, ebenso allen neuen assoziierten Mitgliedern für das große Engagement in den letzten Jahren!