Am Sonntag den 26.4. ist das diesjährige Frühjahrstreffen in der evangelischen Akademie Tutzing ausgeklungen. Vor der faszinierenden Kulisse des Starnberger Sees und der Alpen gab es anregende Diskussionen und viele neue Ideen. Unter dem Titel „Finanzmärkte und Nachhaltigkeit – Chance oder Widerspruch“ haben wir an den drei Tagen des Treffens zu unterschiedlichen Themen diskutiert und gearbeitet:

· Die Finanzkrise – wie kam es dazu?
· Protektionistische, nationalistische und fundamentalistische Tendenzen im Zusammenhang mit der Krise
· Entwicklungszusammenarbeit und Klimaschutz
· Kritische Fragen zum marktwirtschaftlichen System – die „Systemfrage“
Einer der Höhepunkte des Treffens war ein Gespräch mit dem Philosophen Julian Nida-Rümelin, der mit uns die Folgen der Finanzkrise diskutiert hat. Nida-Rümelin hob im Verlauf der Diskussion hervor, dass der Markt strukturell nicht in der Lage sei, sich selbst zu regulieren, und plädierte dafür, die staatlichen Konjunkturpakete auf zukunftsbezogene Investitionen zuzuschneiden.
Unsere Diskussionen fokussierten sich auf unterschiedliche Gedanken im Zusammenhang mit den Folgen der Wirtschaftskrise. Besprochen wurden die Notwendigkeit, alternative, umfassenderer Kennzahlen zur Messung volkswirtschaftlichen Erfolgs zu etablieren, die Potenziale von Social Business sowie die enorme Bedeutung der langfristigen gesellschaftlichen Weichenstellungen, die mit aktuellen oder künftigen Konjunkturpaketen einhergehen. Eine Reihe dieser Themen wird im Rahmen neuer Projektgruppen weiter bearbeitet.
